Kollektion

Ursprung
Die Geschichte des Museum van Bommel van Dam geht auf das Jahr 1967 zurück, das Jahr, in dem Maarten und Reina van Bommel-van Dam ihre umfangreiche Kunstsammlung der Gemeinde Venlo schenkten. Die ursprüngliche Sammlung ist heterogen. Sie spiegelt teilweise das Angebot an Kunst in den Jahren ihrer Entstehung wider: die fünfziger und sechziger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts. Den größten Anteil hat die Malerei und innerhalb derer genießen abstrakt-expressionistischen Tendenzen den Vorzug.
Inzwischen besteht die Kollektion aus ein paar Tausend Gemälden, Zeichnungen und Druckgrafiken, sowie einigen Skulpturen. Die meisten stammen von niederländischen Künstlern des zwanzigsten Jahrhunderts. Außerdem besitzt das Museum eine umfangreiche Sammlung ethnografischer Kunst.

Ankaufspolitik
Ursprünglich richtete sich die Ankaufspolitik auf die Künstler aus der vorhandenen Kollektion. Das Museum hat die Sammlung im Laufe der Jahre mit Arbeiten der Cobra-Bewegung, der informellen Kunst und der Materiekunst ergänzt. Das Vorhandensein von Arbeiten zentraler Künstlerpersönlichkeiten wie Melle, Armando, Edgar Fernhout, Kees van Bohemen und Jan Schoonhoven verleiht der Sammlung einen besonderen Charakter. Einige Teilsammlungen gelten wegen ihrer Vollständigkeit und dem Anteil früher Werke in den Niederlanden als außergewöhnlich.
Weitere Beispiele für vertretene Künstler: Shinkichi Tajiri, Karel Appel, Gerrit Benner, Eugène Brands, Constant, Corneille, Jaap Nanninga, Lucebert, Anton Rooskens und Theo Wolvekamp; Rudi Bierman, Herbert Fiedler, Aad de Haas und Arie Kater; Bram Bogart, Wim de Haan, Anton Heyboer und Jaap Wagemaker.

Limburg
Für das Museum van Bommel van Dam war vom Beginn im Jahr 1971 an klar, dass die Museumssammlung in ihrem Aufbau die bildende Kunst in Limburg repräsentativ widerspiegeln sollte. Die van Bommels waren die ersten Privatsammler, die Werke von Ger Lataster kauften. Aad de Haas war einer von sehr weniger Künstlern aus Limburg innerhalb der Kollektion.
Von der Generation Limburger, die nach dem Krieg aufkam und von der die sogenannten Amsterdamer Limburger die wichtigsten Vertreter sind, hat das Museum inzwischen eine repräsentative Sammlung von Werken erworben: Ger Lataster, Jef Diederen, Lei Molin, Pierre van Soest und Pieter Defesche.

Museum van Bommel van Dam heute
Das Museum profiliert sich vor allen Dingen durch sein Angebot an Ausstellungen, aus dem sich regelmäßig Ankäufe für die eigene Kollektion ergeben. Das Ausstellungsprogramm ist breitgefächert: Es werden Zeichnungen, Malerei, Fotografie, Videokunst und Rauminstallationen gezeigt. Außerdem sind Präsentationen auf Basis der eigenen Sammlung zu sehen.
Das Museum verfolgt gleichzeitig das Ziel, jungen Künstlern ein Podium zu bieten. Herausragende Vertreter der jüngeren Generationen und aktuelle Entwicklungen in der bildenden Kunst stehen immer häufiger im Blickfeld und die Teilsammlung Fotografie wächst kontinuierlich. Das Sammelgebiet erweitert sich in Richtung Deutschland und in geringerem Maße auch Richtung Belgien.

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