Gebäude

Das Museum van Bommel van Dam wurde am 16. Oktober 1971 offiziell vom Commissaris van de Koningin Limburg Ch. van Rooy eröffnet und war Teil eines einzigartigen Gebäudes, in dem sich außer dem Museum auch noch der Bungalow von Maarten und Reina van Bommel-van Dam befand. Als diese 1968 der Gemeinde Venlo ihre Kunstsammlung schenkten, hatten sie nämlich jederzeit freien Zugang zur Sammlung ausbedungen. Das ursprüngliche Gebäude ist ein Entwurf der Venloer Architekten van Hest und Kimmel, das neben dem Bungalow des Ehepaars aus einem großen würfelförmigen Ausstellungsraum mit Umgang und angrenzenden Büros besteht.

Jos van Hest (1914-1998) vom Venloer Architekturbüro van Hest und Kimmel kann als federführend für den Entwurf des Museums gesehen worden. Van Hest war schon länger in Venlo aktiv und hatte Ende der Sechziger bereits eine größere Anzahl Projekte realisiert. Kloster Maria-Weide und Kloster Albertushof werden zu seinen wichtigsten Entwürfen gezählt. Außerdem war er für so verschiedene Projekte wie die imposante Venloer Sporthalle und die beiden großen Wohnblöcke am Postweg verantwortlich. Van Hest wird zur Bossche School (Schule von s‘-Hertogenbosch) gerechnet. Der Einfluss von deren großem Lehrmeister Hans van der Laan ist bei von Hest gut erkennbar und doch entwickelte er in diesem Rahmen eine eigene Handschrift: Wo die Bossche School überwiegend strenge Formen hantierte, achtete van Hest auf Details. Van Hests Entwürfe wiesen anfänglich deutlich traditionelle Eigenschaften auf; gegen Ende seines Arbeitslebens hatten sie modernistische Züge. In den Jahren dazwischen sind Übergangsformen zu finden.

Mangel an Ausstellungsfläche führte Anfang der Achtziger zur Erweiterung. Der Entwurf für einen neuen Eingangsbereich und einen zweiten Ausstellungssaal stammte von dem Architekten van London. Mit dem neuen Flügel, der am 25. November 1985 vom Kulturminister Brinkman eröffnet wurde, erreichte das Museum van Bommel van Dam seine heutige Größe.
Aus Anlass der Ausstellung Maarten & Reina 2009 richtete der Raumdesigner Ton Tesink die zentrale Halle neu ein. Der frühere Bungalow des Ehepaars van Bommel-van Dam machte Büroräumen Platz.

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